MPU Begutachtung

Für den Betroffenen, der seinen Führerschein aufgrund Alkohol, Drogeneinnahme oder

verantwortungsloser Fahrtätigkeit verloren hat, geht es darum schnellstmöglich seine Mobilität wiederherzustellen. Dagegen steht jedoch für Behörden und Gerichte oft die „Gefahrenabwehr“ auf der Basis der objektiven Tatsachen im Vordergrund (Schubert, Schneider 2006).

Auf Grund dieser Diskrepanz, d.h. der unterschiedlichen Herangehensweise und den daraus resultierenden Folgen für die Entscheidungsfindung bei der MPU, ist eine gezielte und fachlich fundierte Vorbereitung sehr sinnvoll.

Denn nur so kann der Einzelne im Vorfeld etwas dafür tun, um seine Chancen zu erhöhen den Führerschein wieder zu erlangen. Der Schwerpunkt der Vorbereitung liegt nicht darin Wunder zu versprechen, Beantwortungssysteme zu erlernen und psychologische Schulungen zu durchlaufen. Sondern der Schwerpunkt liegt in der Auseinandersetzung mit der zu Grunde liegenden Problematik die zum Entzug des Führerscheins geführt hat.

Des Weiteren erfolgt eine Aufarbeitung und offene Reflexion der negativen Verhaltensweisen in Bezug auf den Führerscheinentzug.
H ierzu gehören zum Beispiel folgende Vorbereitungsinhalte:

Persönlichkeit und Führerscheinentzug

Sucht, Abhängigkeit und Missbrauch, aggressives Fahrverhalten, Risikobereitschaft

Hintergrund des Führerscheinentzugs in Bezug auf unterschiedliche Ursachenebenen

Des Weiteren kann eine testdiagnostische Befunderhebung erfolgen.

Anhand von zugelassenen und normierten Testverfahren soll begleitend versucht werden, Veränderungen in Bezug auf die relevanten Sachverhalte transparent zu machen. Dies kann mit entscheidend für das erfolgreiche Bestehen der MPU sein.

Dies sind folgende Testbereiche:

intellektuelle Leistungsfähigkeit (Intelligenz)

allgemeines Leistungsvermögen (Aufmerksamkeit, Konzentration, Ausdauer usw.)

Persönlichkeitsdiagnostik (Offenheit, Aggressivität, Verantwortungsbewusstsein usw.)

suchtspezifische Diagnostik (Alkohol, Drogen, Abhängigkeit, Missbrauch, Suchtverhalten usw.)

- spezielle verkehrsrelavenate Persönlichkeitsdiagnostik -

Einzelne Testverfahren werden zum Ende der Vorbereitung wiederholt,

um mögliche Veränderungen sichtbar zu machen.

 

 

 

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